Flagge der USA
2007

Die Reise unseres Lebens

San Antonio und der Rio Grande

Siegel der USA

Der Abschied von Schulenburg fällt uns nicht schwer. Das Wetter ist bedeckt und der Ort ist sehr übersichtlich. Die Interstate 10 ist nur einen Katzensprung entfernt. Vorher waschen wir noch unser Reisemobil an einer Waschanlage für RV's.

Unsere bisherige Reiseroute verläuft ganz nach Plan. Da die Übernachtungsplätze nicht bis ins letzte Detail von uns geplant wurden, kommt es hier zu ständigen Änderungen. Von den Straßen in den USA bin ich bis auf eine Ausnahme begeistert. Die vielen Kilometer fallen uns nicht schwer, da die Straßen und die Durchschnittgeschwindigkeit auch höhere Tageskilometer zulassen. Im Osten und im Süden ist die Verkehrsdichte auf den Hauptstraßen sehr hoch. Da die Trucks auch die hohen Geschwindigkeiten fahren dürfen, kommt es zu keinen Staus. Die vielen Spuren der breiten Straßen machen natürlich auch viel aus. Sehr viele Reifentrümmer am Straßenrand konnten wir beobachten. Wahrscheinlich alles Wärmeschäden. Die Trucks werden sehr oft komplett auf elektronische Waagen gezwungen und somit ist eine Überladung hier kaum möglich. Sehr viele RV's und Trailer sind zur Zeit in alle Richtungen unterwegs.
 


San Antonio wurde zum Mittelpunkt des texanischen Unabhängigkeitskrieges, >The Alamo<  Der Einsternestaat war ja bis 1845 eigenständige Republik. 1863 hielten 180 Unabhängigkeitskrieger, darunter zwei Deutsche, die Mission gegen eine Übermacht der Mexikaner und kamen dabei um. Der Schlachtruf  "Remember the Alamo!" wurde von John Wayne 1960 in einem Western verfilmt. Die Amerikaner haben halt eine kurze Geschichte, wenn man die Zeit betrachtet. Die Relikte anzuschauen ist interessant und die Texaner sind sehr stolz auf ihren Schrein.
Unser einprogrammierten Parkplatz haben wir zwar gefunden, doch Parken durften wir dort nicht, da er nur für Staatsangestellte vorgesehen war, was der Point of  Interrest uns vorher nicht verraten hat. Kurz entschlossen fuhren wir auf den hochwertigen KOA-Platz und mieteten uns für eine Nacht ein. Ein Bustransfer direkt vor dem Campingplatz machte uns den Weg in die Innenstadt für 1 $/Person frei. Die Innenstadt ist sehr Übersichtlich und nach ein paar Stunden waren wir wieder daheim. Der Himmel ist heute etwas bedeckt und die Luft ist sehr schwül. Hier die Bilder:
Frühling im Park des Alamo Die ersten Kakteen
The Alamo Handzahme Eichhörnchen um uns herum
Sightseeing - Busse (für Amerikaner und Japaner) Texanische Verbundenheit mit Berlin (1968)
Am Riverwalk von San Antonio.. oder die Fressmeile von San Antonio
Die Kathredale zwischen den Hochhäusern. Kommerz im März
Stadtbesichtigung der besonderen Art. Wir üben noch, das M..l so weit auf zu reißen. :-))
Ein Rundgang auf dem KOA - Platz in San Antonio, mal so.. dann wieder ganz groß

 

Am Abend treffen wir auf Rita und Fred, die gerade ihre geführte Tour Mexiko - USA für die Firma Seabridge beendet haben und nun am nächsten Tag in die Heimat fliegen werden. Ein paar Tipps und Horrorgeschichten einiger Sprinterfahrer haben wir noch mit auf unseren Weg bekommen.

Morgen wollen wir unseren Transferweg von Baltimore in die Natur des Westens beenden und die Zivilisation verlassen, wir fahren zum Rio Grande an die Mexikanische Grenze. Es geht bald weiter.......


Samstag, der 24.03.2007 - grau und nieselig zeigt sich das Wetter, wie es auch der US-Wetterbericht vorher gesagt hatte. Die Verkehrsdichte nahm hinter San Antonio sehr schnell ab. Unser Tagesziel heißt "Seminole Canyon". Der Weg dorthin führt uns hinter Del Rio durch das Amnistad Reservoir. Hier besichtigen wir einige Campgrounds. Wir fahren jedoch zu unserem Endziel weiter. Das die mexikanische Grenze nicht weit entfernt ist, wird uns durch die vielen Straßensperren und Kontrollen der texanischen Border Patrol Police bewusst, bei der wir auch einmal unsere Pässe vorzeigen müssen. Alles sehr freundlich. Das Visitor Center überrascht uns heute mit einer für uns neuen Aussage: Hier wird der Annual Pass (80 $) nicht anerkannt, da der Texas Parks & Wildlife State Park nicht dazu gehört und ein eigenes Kartensystem vertreibt. Wir müssen also zusätzlich zu den Campinggebühren den Eintritt (Fee) pro Person/Tag von 3 $ berappen. Da wir nicht zum meckern und protestieren hier sind, bezahlen wir innerlich knurrend die Gebühren. Der Campground ist stark besucht, daher bekommen wir auch nur einen Platz mit Strom, den wir eigentlich gar nicht wollen. Naja.- wir denken aber auch, die Rangerin konnte uns nicht so richtig leiden, denn wir haben am 1 Meilen entfernten Campground noch Plätze ohne Strom und ohne Reservierungsplakette gefunden.
Einen ausgewiesenen Trail zum Canyon nehmen wir uns für den heutigen Nachmittag noch vor. Hier wieder ein paar Bilder:

Brücke über das Amnistad Reservoir Unser Mittagstisch am Seminole Camp
Die amerikanische RV - Zukunft!! ;-) Wegweisung zu unserem "Tages - Trail"
Die Wüstenlandschaft blüht in dieser Jahreszeit Kakteen in voller Blüte
Verschiedenen Arten zeigen ihre Farben Man weiß gar nicht wohin man schauen soll.
Der Seminole Canyon Hier ein trockener Arm
Guter Wanderweg für ca. 1,5 Stunden. Herunter gebrochene Felsen zeigen die Macht der Natur

Da uns diese Nachmittagsstunden nicht ausgereicht haben, bleiben wir einen weiteren Tag. Der Rio Grande River Trail reizt uns und auch eine geführte Tour am Sonntag in den Canyon, welchen man alleine nicht betreten darf. It's the low. In den frühen Morgenstunden holt uns ein Gewitter aus dem Schlaf. Der Regen hört leider nicht auf, so dass die geführte Tour ins Wasser fällt. Als der Regen nachließ, gingen wir alleine und gut behütet den Rio Grande River Trail (6 Meilen). Der gewonnene Ausblick an der Mündung des Semiole Canyon's in den Rio Grande hat die kleine Anstrengung gelohnt. Unsere Schuhe wurden mit der Zeit immer schwerer, da der Boden sehr lehmhaltig ist. Kaum wieder zuhause, fing es wieder an zu schütten.- Glück gehabt! -

Weinvorrat beim Walmart entdeckt und probiert Wasserschlauch mit Adapter zur Verlängerung versehen.
Blühende Sträucher um uns herum Das Ende des Seminole Canyons
Panther Cave (Höhlenmalerei der Indianer) Der Rio Grande, drüben ist Mexiko
Versteckt im Dickicht Wie in der Wohnstube, jedoch dort zu selten.
Tausendfüssler im Kaktus Warten auf den nächsten Sonnenstrahl


Auf unseren beiden Wanderungen haben uns einige Falken begleitet. Ihre Horste konnten wir an den Steilhängen des Canyons sehen. Dort war auch immer Bewegung zu erkennen. Sehr hübsche Vögel, die im Flug sehr elegant aussehen.
Wir haben diese zwei Tage genossen, da wir endlich wieder Bewegung in die alten Knochen bekommen haben. Obwohl das Wetter sehr trübe und nass geworden ist, sind wir voller Hoffnung und starten morgen zum Big Bend, dem Nationalpark für Individualisten in Süden von Texas. Wir sind gespannt.

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