Die Firma Dopfer
Reisemobilbau hat nach ihren Betriebsferien 2008 unser Fahrzeug zur
Fertigstellung (hier ist der Bau zu verfolgen) vorgezogen und
den Übergabetermin auf den 1. Oktober 2008 vorverlegt. Somit sind wir in
der Lage am Treffen des RMC Dopfer & Friends vom 2.10. - 5. 10. 2008 teil
zu nehmen. In der Rubrik -
Kurzreisen
- oder direkt
hier berichten wir über das Treffen und die erste kleine Rundreise mit
dem neuen Teil.
Oktober 2008:Nach einer sehr individuellen aber
etwas anderen Übernahme
unseres neuen Reisemobiles in Neuburg an der Kammel, hatten wir uns drei Wochen
Zeit genommen, um alles kennen zu lernen, zu testen und erste Erfahrungen
mit dem Fahrzeug zu sammeln.
November 2008: Einige Email Anfragen haben mich bewogen einen Tag auf die herbstliche Gartenarbeit zu verzichten und einige Bilder
zu zeigen. Nach unseren ersten 2000 Kilometern kann man natürlich nur
wenige Fakten aufzeigen. Zwischen den Bildern kommen bei Zeiten noch
einige Kommentare bzw. Erläuterungen für die Detailinteressierten dazu.
Dass es auch technisch unbefriedigende
Erfahrungen gibt, ist bei den vielen zugekauften Teilen wohl leider nicht
zu vermeiden. Vorerst sollen
aber die positiven Bilder sprechen.
Hier folgen nun einige Aufnahmen von den riesigen Stauräumen. Die
großen stabilen Klappen bzw. Türen machen das Be- und Entladen fast zum "Kinderspiel"! Der
Zwischenboden mit 35 cm Höhe nimmt auch große Kisten auf. Sind diese mit
kleinen Rollen versehen, kann man sie auch leicht in den vorderen Bereich
bekommen. Ein Vorzelt und Gestänge sind bereits eingepackt. Die Technik
auf dem Dach wirkt aufgeräumt und zeigt "Flächen - Reserven" auf.
Die Dachbestückung mit Solar, Hauben und Satantenne..
...aufgeräumt und übersichtlich!
Die Ladeklappe auf der Fahrerseite
Auch in dem Unterflurstauraum passt einiges hinein.
Rechts ist die leise Druckwasseranlage installiert.
Sehr viel Volumen im 35 cm Zwischenboden
Rechts ist das komplette Vorzelt zu sehen
Stühle und Tische (Polster) sind schnell bei der Hand.
Rollergarage mit SmartRack...
...die andere Seite
Der
Zugang zur Kassettentoilette
Fahrradgarage mit SmartRack.
Rampe horizontal ausgefahren
Passend gemacht!
Leicht zum Be- und Entladen
Von beiden Seiten frei zugänglich, zusätzlich gegurtet.
Fiamma Halter bringen Stabilität für die Räder.
Etwas näher, nun eingefahren
Nun noch ein paar Aufnahmen aus dem Innenbereich.
Soganz reisefertig ist das Mobil zur Zeit noch nicht, aber wir fühlen
uns schon jetzt sehr wohl in der Kabine.
Eine gemütliche Sitzgruppe für drei - vier Personen.
Der Blick nach vorne in den riesigen Alkoven
Jetzt ist die Schiebetür zum Arbeitsplatz auf
Noch wird unser Cockpit verfeinert. (GPS-Halterung etc)
Der mittlere Bereich der Kabine wird von einem Hochschrank, der Küche und
dem Eingang bestimmt. Der Hochschrank nimmt den Kompressor-Kühlschrank,
den Backofen, den Fernseher, den Staubsauger und zwei große tiefe
Schubladen auf. Der 110 Liter Waeco Kühlschrank ist sehr tief und arbeitet
sehr gut. Der einfache Gas-Backofen benötigt keinen Kamin (Loch im
Dach/Wand) und ist sehr
einfach zu bedienen. Dass die Ofen-Klappe nun doch nicht oben den Anschlag
hat, liegt an der Vertriebs-Politik von Dometic. Wir versuchen damit
umzugehen.
Offenheit bis zum Einzelbett im Heck, der Blick zum Bad kann aber auch
dank Schiebetür vollkommen verwehrt werden
Die Winkelküche, hier sorgen...
...praktische Schubladen und Frau für Ordnung
100 Kilo trägt diese riesige Schublade,
das zweite Exemplar sitzt direkt darunter.
Die Klappenmechanik hält selbsttätig in jeder Position
Jeder hat im Bad seinen Schrank und Wäscheschubladen
Die Einzelkajüte, mit Schiebetür wird sie zum Separée
Das 'stille' Örtchen und die Haushaltsdusche
Die Freunde von Erna (Staubsauger und Schuhfach unten in der
Stufe)
Eine verst. Schublade dient als Treppe für das Heckbett,
..nimmt aber auch Utensilien auf.
Der
Technikschrank hier einmal geöffnet.
Jedem Verbraucher seine Sicherung (im Zwischenboden)
Komfortsitze bei der Arbeit
Purer Pkw-Stil - da kommt richtige Freude auf!
Erstes sequentielles Fazit:
Ein wirklich guter, ja liebevoller und relativ klapperfreier
Möbelbau!
Die zweiteilige Schiebetür zum Fahrerhaus ist schön breit und
besitzt maximale Kopffreiheit.
Auch die beiden abschließbaren Schiebetüren im Bad sind eingeschoben
klapperfrei gebaut worden.
Eine insgesamt sehr stabile Kabine! Wartungsfrei, da keine
Dichtigkeitskontrollen gemacht werden müssen.
Klappen und Türen lassen sich einwandfrei öffnen und schließen dicht. (mit Sicherheitsschlösser)
Die Aufbautür macht Freude. Fünffach Verriegelung und
Haushaltsdrücker!! Arbeitet präzise.
Die 46 mm Isolierung macht sich sehr positiv beim Gasverbrauch
bemerkbar.
Ein fantastischer Sprinter! Unsere Optionen bedeuten eine Steigerung gegenüber dem
416 CDI.
Die verzinkte Heckabsenkung (Bocklet) mit Anhängervorrichtung ist
von handwerklich höchster Qualität.
Gute Installation von Elektrik - und
Wasser! (Schwarzes Wasserrohr)
Die Beleuchtung konnte dank der großen Batteriekapazität großzügig
ausgelegt werden. Angenehm warm!
Batteriekapazität scheint mit 450 Ah gut gewählt! Durchschnittlicher Verbrauch
35 - 48 Ah / Tag im Oktober.
Solaranlage liefert bei Sonnenschein bis zu 9 Ampere. (Theoretisch: Strom x Zeit
= Amperestunden)
Eine gute fachliche Gasinstallation, es ist eine Außenversorgung beim Wintercamping
ermöglicht worden.
Die Alde - Heizungsanlage ist sehr wirkungsvoll, leise und sehr gut
platziert!
Bedienung ist etwas komplex.
Der Alde Handtuchtrockner ist bei kalten Außentemperaturen sehr
wirkungsvoll.
Dusche und Bad, das Beste, was wir je in einem Mobil hatten! Hier herrscht
bei uns große
Zufriedenheit.
Wasserablauf in der Dusche ist fast in jeder Lage möglich. Großer
Siphon mit Haarfilter zum Reinigen.
Die Küche ist ebenfalls gelungen. Arbeitsfläche, Gasherd und
Spülbecken entsprechen unseren Wünschen.
Die Sitzgruppe mit den Stoffen und Polstern sind von guter Qualität.
(Lotus Effekt)
Beide Betten wurden mit neuartigen
Matratzen - Systemen ausgestattet und verbreiten bei uns Wohlgefühl.
Der Alkoven ist eine Spielwiese, ich kann fast aufrecht (85 cm)
sitzen. Im Einzelbett ist das natürlich möglich.
Allgemein ist die gewählte technische Ausstattung von ausreichender Qualität.
Ausnahme Rückfahrkamera. -
Die Dometic Toilette ist im Handling für uns ein wenig
gewöhnungsbedürftig.
Die beiden Omnivent Dachhauben (Küche und Bad) transportieren
feuchte Luft schnell über das Dach hinaus.
Die Wassertanks (Einzelanfertigung) sind sehr gut dimensioniert.
Abwasserablass mit 40 mm grandios.
Die Klimaanlage ist wirkungsvoll installiert und dazu noch sehr
geräuscharm untergebracht.
Anzeigen für Gastank, Frischwasser, Abwasser, Batteriekapazität und
Heizungsstatus sind exakt.
Holzhalter für unsere Trinkgläser sind in zwei Oberschränke
passgenau geschreinert worden. Genial!
Der fest eingebaute Dometic Staubsauger arbeitet leistungsstark, ein
personifiziertes Highlight.
Die
tenHaaft Caro SAT - Anlage und das Camos TV - Gerät arbeiten bislang
einwandfrei. Nachtrag März 2009: Ein Quietschen bei Azimut
Bewegungen konnte durch etwas Silicon Spray an einer Gummidichtung
beseitigt werden. Der Tipp kam vom Service von der Firma tenHaaft.
Highlight. Eine kleine hölzerne Feststellmechanik für den
schwenkbaren TV - Holzrahmen. Einfach und gut!
Toll - JVC - DVD Radio mit TV verbunden.
Nachtrag: Rückfahrkamera - Set Camos RV 752 hilft
jetzt beim Rangieren mit gutem
Bild und Ton
Eine kleine technische Bilanz mit der Technik in unserem Dopfer
Reisemobil
Ein Reisemobil ist wie eine kleine Wohnung. Wir haben auf wenig
Raumvolumen sehr viele technische Einrichtungen, die sich durchaus mit der
Technik eines Hauses vergleichen lassen. Steht man(n) mit der Technik auf
'Kriegsfuss', dann hat man in der Regel bei einem Ausfall sehr schlechte
Karten. Nachdem das neue Fahrzeug die Werkstatt verlassen hat und man sich
auf große Fahrt begibt, dann sollte auch alles und immer funktionieren!
Die Realität sieht allerdings ein wenig anders aus. Ich will hier nach
nunmehr 3 Jahre Betrieb und ca. 43000 Kilometer keine Asche auf
irgendwelche Häupter verstreuen, sind wir doch zu 98 % mit dem Gesamtpaket
zufrieden, aber die technischen Mankos, besonders mit dem Material der
Zubehörlieferanten, sollen auch nicht im Verborgenem bleiben. Vielleicht
helfen die von uns praktizierten Lösungsmethoden dem einen oder anderen ja
auch weiter. Sollte man bei jeden Ausfall den Mobil - Hersteller aufsuchen
müssen, ist das z.B. in unserem Fall mit vielen Kilometern und eventuell
mit hohen Kosten verbunden. Eine kleine Werkzeugauswahl sollte immer an
Bord des Mobiles mitfahren. Aus Gewichtsgründen sollte aber genau überlegt
werden, was mitgenommen wird. Hier muss eine jeder Mann/Frau entscheiden,
was eventuell nötig sein kann. Unser Hersteller Dopfer - Reisemobil ist
auch nach dem Ablauf der Gewährleistungszeit immer gerne bereit uns
telefonische Hilfestellung mit Lösungsvorschlägen zu übermitteln. In den
meisten Fällen reichte allerdings die eigene Kreavität aus.
Die kleinen Mängel:
Die Handhabung der Motorradbühne ist noch nicht befriedigend. Bei
den Trockenversuchen (also ohne Motorroller) funktionierte alles. Mit
Roller (138 Kilogramm) sieht das etwas anders aus: Die Unterstützung der Gaszugfedern
lässt noch sehr zu wünschen übrig. Es sieht im Werbefilm der Firma doch so leicht aus. Ein Prüftermin in den nächsten Tagen beim Hersteller
der Bühne A - Linnepe soll diesen Mangel beseitigen.
Positiv: Die Garage
ist von der Fa. Dopfer passgenau geplant worden!
Nachtrag: Am 2.12.2008 wurden bei der Firma Linnepe die
Zugfedern gegen eine stärkere Version ausgetauscht. Die Handhabung hat
sich merkbar verbessert. Für eine einhändige Funktion, muss man wohl
Kraftsportler sein. -
Die SOG - Anlage für die Dometic Toilette setzte während unserer
Probereise zeitweise aus. Beim Schließen des Schiebers in der
Toilettenkassette lief der Ventilator der SOG - Anlage trotzdem weiter.
Ein
Reed
Relais wird hier von einem Magneten im Schieber gesteuert und
unterbricht die Stromzufuhr, sobald das Magnetfeld nahe ist. Das
Auswechseln des Reed Relais beseitigte diesen Aussetzfehler. Die Firma
SOG war hier sehr bemüht und hilfreich der Ursache auf den Grund zu gehen.
Nachtrag: Ende März 2009 schickt mir
die Firma Dometic nach einem (freundlichem) Reklamationsschreiben
meinerseits eine neue und kostenlose Toiletten Kassette zu. Der
Schwimmer im Gehäuse für die Anzeige des Füllstandes war auf der letzten
Reise innen abgebrochen. Trotz aller Garantie - und
Gewährleistungsvorschriften ist das eine unkomplizierte und
kulante Lösung! Der Schwimmer ist zwar einzeln lieferbar, jedoch
für ungeübte Hände sehr schwer ohne neuen Bruch in die vorgesehene Halterung ein zu führen.
Die Bildqualität der eingebauten Anlage (WAECO PerfectView LCD550S)
mit der SW - Kamera CAM 20 M und dem Farb-Monitor 511 L ist nach meinen
beruflichen Erfahrungen von schlechter Qualität und passt so gar nicht
mehr in diese Zeit. Ein Tausch der Teile bei der Abnahme des Fahrzeuges
erbrachte keine Verbesserung. Wir vermissen auch ein Mikrofon in der Kamera. Hier
stimmt das Preis/Leistungsverhältnis für dieses Produkt ebenfalls nicht
mehr.
Nachtrag:
Im Februar 2009 wurde das Kameraset von Waeco gegen
das Camos-Set RV-756 von der Firma Dopfer mit hohem Aufwand
(Kabel) kulant ausgetauscht,
da der Firmenchef über diesen Mangel mit mir
einer Meinung war!
Eine Qualitätssteigerung um ein Vielfaches. Vielen Dank! Das Video - Rückfahrsystem Camos RV-756 überzeugt durch den
7" TFT - Monitor
CM-708 im 16:9 Breitbildformat mit zwei Kameraeingängen. Die
Shutter - Farbkamera CM-46 liefert Dank Blendenautomatik, Infrarot Zusatzlicht und
Mikrofon beste Bild - und Tonqualität direkt ins Cockpit.
Eine Funktion der Entkeimungsanlage versteht sich mit den
Wasserstandssensoren (Votronic) im Tank nicht. Beide Systeme arbeiten
mit ähnlichen Sensoren. Die Anzeige der Reich - Entkeimungsanlage, die
angibt, dass der Wasserstand zu gering ist und um Strom zu sparen die UV-Lampe nun
ausgeschaltet werden kann, hat eine Fehlfunktion,
denn sie blinkt immer. Eine Überbrückung zweier Kontakte an der
Steuereinheit legt den Sensor lahm. Eine andere Maßnahme bietet die
Herstellerfirma nach Rücksprache nicht an. - Es ist ja nur eine Anzeige zusätzlich. Denn
ein Blick auf den Wasserstand im Tank ist ja bereits möglich, um dann
die Lampe aus zu schalten oder noch nicht.
Nachtrag: Im Februar 2011 fing
unser Waeco - Kompressorkühlschrank an zu 'spinnen'. Wiederkehrend
wollte der Kompressor nach der üblichen Laufzeit nicht abschalten. Er
schwang so vor sich her, bis er dann doch endlich mit einem hörbaren
'Klack' abschaltete. Die Waeco - Hotline gab mir den Tipp zwei Punkte am
Elektronikblock zu überbrücken. Dass dazu der Kühlschrank ausgebaut
werden muss, war mit viel Arbeit verbunden. Nun lief der Kühlschrank mit
einem überbrückten Thermostat über 60 Minuten einwandfrei. Also ist der
Thermostat fehlerhaft und musste ausgetauscht werden. Relativ einfach
ist dieser Austausch dann zu machen. Nun läuft der Coolmatic MDC - 110
wieder einwandfrei. Dass ich bei dieser ganzen Aktion auch noch 45,-
Euro für das Material, den Versand und die Verpackung berappen musste,
versuche ich nach nur 2,5 Jahren in Betrieb durch einen Kulanzantrag zu
korrigieren.
Nachtrag: Im Laufe des Jahres
2011 sind ein paar kleine technische Ausfälle hinzu gekommen. Unsere
Cramer Kochmulde machte Ärger mit einer Flamme. Sie zündet zwar,
hält aber nicht und geht immer wieder aus. Das Thermoelement für die
Sicherheitseinrichtung hat seinen Geist ausgegeben. Das Ersatzteil wurde
bestellt und das Element ausgetauscht. Nun bleibt die Flamme wieder
beständig in Betrieb. (Sehr teures Ersatzteil 22,50 Euro) Eigentlich
mache ich es nicht, aber in diesem Fall habe ich gleich ein zweites
Thermoelement bestellt, damit auf langen Reisen kein Frust aufkommt.
Wahrscheinlich werde ich es nie benötigen.
Unsere
Büttner Solar-Anlage zeigte bei den letzten Ausflügen eine nur
mäßige Stromausbeute. Da die Anlage fachmännisch installiert wurde,
konnte ich am Solarregler die Leerlaufspannung jedes einzelnen
Solarmoduls messen, denn es waren jeweils von beiden Modulen Plus und
Minus separat verlegt worden. Ich stellte einen großen Unterschied
zwischen den Spannungswerten fest. Einmal waren es ca. 24 Volt und bei
dem anderen Modul nur 12 Volt. - Es wurde mir klar, dass nur ein Modul
Strom liefern konnte. Bereits mit dem Gedanken ein Modul zum Austausch
einschicken zu müssen, demontierte ich die Module. Das Einschicken
konnte ich mir zum Glück schenken, denn der Fehler wurde nach dem Öffnen
des Anschlusskastens offensichtlich. Es hatte sich eine Anschlusslasche
gelöst und somit wurde ein Stromkreis innerhalb des Moduls unterbrochen.
Ich lötete alle Anschlüsse nach und das Modul arbeitete wieder
einwandfrei. So schlechte Lötstellen innerhalb des Anschlusskastens
entspricht nicht der gewohnten Qualität der Büttner Produkte!
Der
Türgriff unserer Aufbautür löste sich wiederkehrend auf der
äußeren Seite. Die Inbusschraube konnte nicht mehr nachgezogen werde,
weil nun das Gewinde ausgerissen war. Nach einem Schreiben an die Firma
Bocklet erhielt ich kulanter Weise einen kompletten neuen Türgriff. Die
technische Ausstattung war hier etwas anders. Wahrscheinlich war der
Firma dieses technische Manko in der Zwischenzeit bekannt geworden.
Eine Handtuchhalterung im Bad wackelte von heute auf morgen.
Hier konnte ich die Stange wieder befestigen, nachdem ich den Halter
ausgebaut hatte. Es hatten sich zwei Schrauben gelöst. Mit zwei
Federringe und etwas Schraubenlack hoffe ich auf eine langfristige
Lösung.
Das große Thema, wie bei fast jedem Reisemobil:
Gewicht- Nach den
erstellten
Planungszahlen folgte nun eine etwas bittere Realität.
Auch bei unserem Projekt sind in der Planungstheorie und nach der
Abnahme enorme Differenzen in der Zuladungskapazität zu verzeichnen.
Gute 200 Kilogramm fehlen uns an Zuladung auch mit oder trotz der
Freigabe von Mercedes auf 5300 Kg. Ohne diese Auflastung müsste unser
Motorroller in der häuslichen Garage verbleiben und nicht in der mobilen
Garage mitfahren.
Wie kommt es dazu - haben wir uns und den Vertragspartner gefragt.
Unsere Feststellung lautet ganz einfach, aber in diesem Fall
unbefriedigend. - Jeder Luxus hat nicht nur einen Preis, sondern vor
allem sein Gewicht! Viel Zubehör, die hohen Batteriekapazitäten, Wasservorrat
für einige Tage, Aufbauklimaanlage, Mineralwerkstoffplatten in Bad und
Küche und eine stabile Kabinenkonstruktion bringen auch
stabile und viele Kilogramm auf die Waage. Was können wir nun machen?
Fast nichts - nur bei der Beladung jedes Teil mehrfach bewusst
kontrollieren, ob es auf dieser Reise/Fahrt wirklich gebraucht wird oder
doch Zuhause verbleibt. - Dann noch über die Waage und trotzdem mit
gutem Gewissen und sehr guter Laune auf das nächste Abenteuer zusteuern!
Wir machen das mit Sicherheit.
Die Lastenverteilung wurde von Fa. Dopfer gut gelöst. Die Tanks
sitzen kurz hinter der Hinterachse. Akkus, Kühlschrank, Klimaanlage,
Küchen - und Badausstattung über der Achse oder kurz davor. Wird das
Fahrzeug beladen, gleichen sich die Gewichte zwischen dem Roller in der
Garage und dem Zubehör im vorderen Stauraum so aus, dass eine
gleichmäßige Verteilung vorliegt. Das Fahrgestell fühlt sich stabil auf der Straße
an.
Ein Schwabbeleffekt in den Wassertanks wird durch eingesetzte Barrieren
in den Tanks vermieden. Trotz hoher Auslastung fühlt sich der Sprinter
sicher an!
Unsere Bilanz fällt insgesamt positiv aus. Natürlich redet sich wohl
jeder Reisemobilfahrer sein Fahrzeug schön - trotzdem haben wir von der
Planung über die Umsetzung bis hin zur Realität versucht hier alles so
neutral wie nur möglich dar zu stellen.
Steinschlagausbesserung: Nach unserer
Islandreise im Jahre 2010 stellte ich nach vielen Schotterpisten einige
Steinschlag - Verletzungen im Lack fest. Natürlich haben wir auf dieser
Reise die Einschläge spürbar vernommen. Wie beseitigt man nun diese
Stellen? Bei der Recherche im Internet habe ich eine gute
Adresse für die
benötigten Werkzeuge gefunden. Den Fahrzeuglack habe ich mir mit den
bekannten Farbnummern bei einem
örtlichen Lackierer anmischen lassen.
Anleitung Lackreparaturset:
Zuerst müssen Kratzer, Steinschläge oder Lackabsplitterungen mit
Waschbenzin, oder Siliconentferner gereinigt werden. z.B. mit einem
Wattestäbchen.
Reparatur von Uni – Buntlacken:
In mehreren dünnen Schichten den Original-Autolack auffüllen. ( Tupflack
ist oft zu dick, kann aber mit ein paar Tropfen Universalverdünnung
gemischt werden ).
Die Reparaturstelle 1 – 2 Tage trocknen lassen. Nun den Schleifblock ca.
10 – 15 min. in Wasser einweichen, dann den Lacküberstand mit dem 2000 er
Schleifblock in geraden Schleifbewegungen plan schleifen.
Mit einem weichen Baumwolltuch die Polierpaste ( Tube ) mit kreisenden
Bewegungen und leichtem Druck verarbeiten, bis die Schleifspuren entfernt
sind.
Anschließend mit einem frischen Tuch und der Hochglanzpolitur ( Flasche )
die Reparaturstelle auf Hochglanz polieren.
Hier das entsprechende Video zu diesem Thema bei YouTube gefunden.
Danke für das Interesse und die Begleitung bei unserem mobilen Projekt
2008!